Honda TransAlp XL650 – RD11 – Tagebuch

Nach längerer Abstinenz musste wieder etwas Einspuriges her, primär um den Arbeitsweg kommod erledigen zu können aber durchaus auch um etwas zum Schrauben zu haben, und an die eigenen Bedürfnisse anpassen zu können. Nach längerer Suche „lief“ mir folgendes Modell über den Weg, eine „Alp“ mit Erstzulassung 2004 und ca 32tkm Laufleistung:

2 Vorbesitzer, wobei der unmittelbare Vorbesitzer eine Dame war, die das Moped die letzten 8 Jahre im Schuppen abgestellt hatte. Standschäden wie durchgerosteter Tank, alte Reifen , Vergaserreinigung, etc.pp wurden vor dem Kauf beseitigt/erneuert.

Dann ging es „los“, nur der Tacho wollte ab 20.07.2019 nicht mehr

Im Zuge der Instandsetzung des Tachoantriebs machte sich eine Vorschädigung der Achsklemmung bemerkbar. Beim Wiederanbau verabschiedete sich ein Stehbolzen nach dem anderen trotz der vorgeschriebenen 12Nm Anzugsdrehmoment. Der Stehbolzen rechts unten von vorne betrachtet wurde mit einem Reparaturgewinde schon einmal instandgesetzt. Allerdings wurde das auch herausgezogen.

Nachdem ich von allen Seiten bestärkt wurde, dass der Pfusch hiermit ein Ende haben sollte, habe ich mich auf die Suche nach einem Ersatzteil gemacht. Tatsächlich bin ich bei ebay auf ein passendes gebrauchtes Ersatzteil gestoßen. Damit wurde die TA am 1.7.2019 dann wieder instandgesetzt.

August 2019 – um die Reisetauglichkeit zu erhöhen, wurde ein Sturzbügel und Kofferträgersystem installiert:

Sturzbügel von HEED und Kofferträgersystem von Turatech

Ebenfalls montiert wurde eine Smartphone-/Navigationsystem-Halterung mit der Möglichkeit das entsprechende Gerät über eine USB-Buchse zu laden.

Anfang August wurde auch die erste längere Tour unternommen, das Streckenprofil war ungefähr 2/3 Straße und 1/3 Schotter. Der montierte Conti Trail Attack2 hat sich trotz eindeutiger Straßenorientierung am Schotter sehr gut geschlagen. Der Wunsch nach einem grobstolligeren Reifen ist zwar nach wie vor da, nun primär wegen der Optik, weniger wegen der Performance. Aber es wäre ja ein Jammer, den noch guten Attack vor dem Ende seiner Laufzeit zu ersetzen.

September 2019
Nach, für einen Wiedereinsteiger, fleißigem Fahren von bislang mehr als 5 tausend Kilometer, muss ich nun eine leichte Ölundichtheit feststellen. Diese macht sich natürlich nur im Stand bemerkbar, indem unter dem Bereich Hauptständer 1-2 Öltropfen nach einer gewissen Zeit zu finden sind. Zuerst hatte ich berechtigterweise meine Kettenschmierung, die mehr eine Ölung ist, in Verdacht. Ich führe derzeit einen Versuch durch, die Kette mit Getriebeöl zu pflegen. Doch nach gewissenhaften Reinigen, dürfte sich tatsächlich im Bereich des Ölfilteranschlusses eine leichte Undichtigkeit befinden. Ich werde diese Stelle genauer beobachten, und in nächster Zeit einen Ölwechsel und auch Filterwechsel durchführen, in der Hoffnung, dass dieses Problemchen damit behoben wird. Damit werde ich wohl das Intervall ~10tkm nicht erreichen, aber die ca. 2,3l Öl fallen nicht so ins Gewicht.

Oktober 2019
Die vorhin genannte vermeintliche Ölundichtheit gibt es zum Glück nicht 🙂 Mehrere Säuberungen haben mich nun überzeugt, dass die Öltropfen tatsächlich von meiner Kettenöhlung stammten. Der Motorblock selbst ist staubtrocken – brave Alp!