Husqvarna LT 610e – Logbuch

Am 12.10.2019 zog eine Italo-Schwedin zu meiner Transalp, eine LT 610e, Baujahr 2000 mit ganz knapp unter 30tkm am Tacho, allerdings mit Tauschmotor, der originale hatte einen Steuerkettenriss und wurde mir als Ersatzteilspender mitgegeben.

Obwohl fahrbereit, sehe ich die Husky als Projekt. Jetzt heisst es für mich, die Technik kennenzulernen, und nach und nach die von mir gewünschten Änderungen durchzuführen. Als grobes Ziel lautet die Vorgabe, eine für TET-Segmente taugliche Enduro daraus zu bauen.

Ölleckage im Bereich der Öldruckleitung

Diesen Banjobolt werde ich mit einem Aludichtring versuchen abzudichten.

Weitere Baustelle: die Benzinleitung! Die steampunk-mäßige Benzinleitung im Bereich des Absperrhahns wurde undicht. Die kunstvolle Kupferrohrlösung des Vorbesitzers muss nun einer schnöden aber motorradtauglichen Benzinleitung weichen. Diese gibt es als Meterware im Zubehörshop.

27.10.2019 Zündungsproblem: sowohl der Zündkerzenstecker hatte keine Verbindung mehr mit dem Zündkabel, wie zu guter letzt auch die Zündspule ihren Kontakt zum Zündkabel verlor. Glücklicherweise habe ich eine neue Zündspule günstig auftreiben können.

Revision Winter 2019/2010
um die Husky für die kommende Saison fit zu bekommen, habe ich mich entschlossen, sie einer größeren Revision zu unterziehen. Zuviele kleinere Baustellen, aber auch größere Sachen, die schon vom Vorbesitzer nicht gemacht wurden, gaben den Anlaß für dieses Winterprojekt. Anbei ein Bild von der letzten Herbstausfahrt, bevor es ans große Zerlegen ging:

In der südoststeirischen Weingegend bei schönem Herbstwetter die letzte Ausfahrt für die Saison 2019 genossen.

Grob umrissen geht es jetzt wie folgt weiter: das Moped wurde schon einmal teilzerlegt, der Vergaser wurde zur Überholung gebracht (er hatte ja schon die Neigung zum Überlaufen).

25.1.2020 So, der Vergaser wurde zerlegt, gereinigt und neu abgedichtet und aufgebaut. Und nun ist er endlich wieder da wo er hingehört:

Und jetzt bin ich auf der Suche nach einem oberen Motorträger, den der Vorbesitzer nach dem engine-swap nicht mehr eingebaut hat:

Update – April 2020

Der oben erwähnte Motorträger ist laut kundiger Quelle nicht notwendig, und wurde oftmals nach einer Beschädigung nicht ersetzt. Offenbar wurde bei der Konstruktion die vertikale thermische Ausdehnung des Motors unterschätzt, was zur Folge hatte, dass diese Träger gerne kaputt gingen. Es wurde aber auch erkannt, dass dieser Träger nicht zwingend notwendig ist. Nachdem einige ohne diesen Trägern herumfahren, habe ich mich entschlossen, ihn vorerst weg zu lassen.

Corona – dieser Virus macht mir beim Zusammenbau einen Strich durch die Rechnung, mein „fliegender Mechaniker“ kann nicht zu mir kommen, also mache ich mich nun selbst an den Zusammenbau.

14.04. – ein Osterwochenende #dahoam reichte aus, um die Husky wieder soweit zusammen zu bauen, dass ein erster Startversuch möglich war. Mit Benzinhahn auf, Choke und ein wenig Orgeln und die Husky lief wunderbar! Was für eine Erleichterung 🙂

Nach dem Wiederaufbau im April 2020

Bis auf die Bereifung wäre sie nun „TET-tauglich“, aber virusbedingt ist derzeit nicht absehbar, bis wann es wieder zulässig sein wird, ein paar Segmente anzusteuern 🙁