eBike Saison 2026

Meine Saison mit dem eBike-Pendeln habe ich am 27.April begonnen, vorher haben die Temperaturen für mich einfach nicht gepasst. Das Rad habe ich beinahe vorbildlich übewintert, es stand frostfrei mit erhöhten Reifendruck unter Dach, die Akkus waren vor der Überwinterung auf 100% Ladezustand. Somit waren das Auswintern überschaubar: Reifendruck checken, Akkus auf 100% nachladen, es dürften an die 10% gewesen sein, die über den Winter „verloren“ gegangen sind.

Heuer erspare ich mir die permanente Telemetrierung der Verbräuche, da tut sich nicht viel zum Vorjahr. Interessant für mich sind heuer, welche Verschleiß-Kosten auf mich zukommen.

Bulova Luna Pilot

Die „andere“ Mond-Uhr: Warum die Bulova Lunar Pilot Geschichte schrieb

Lunar Pilot vor der Falcon

Im Hintergrund die Mondlandefähre Falcon der Apollo 15-Mission

Wenn man an Uhren und die Raumfahrt denkt, fällt meist sofort ein Name: Omega Speedmaster. Doch es gibt eine zweite Uhr, die auf der Mondoberfläche Staub ansetzte und eine der faszinierendsten Underdog-Geschichten der Uhrenwelt erzählt: die Bulova Lunar Pilot.

In diesem Beitrag erfährst du, warum diese Uhr untrennbar mit der Apollo 15 Mission verbunden ist und warum sie heute ein absolutes Must-have für Sammler ist.


Der Moment, in dem die Geschichte kippte

Es ist der 2. August 1971. Commander David Scott bereitet sich auf den dritten Außeneinsatz (EVA-3) der Apollo 15 Mission vor. Doch es gibt ein Problem: Das Glas seiner offiziell von der NASA ausgegebenen Omega Speedmaster ist während des vorangegangenen Einsatzes abgesprungen.

In einer Umgebung, in der Timing über Leben und Tod entscheiden kann (Sauerstoffvorrat, Navigation), braucht Scott einen Ersatz. Er greift zu seinem persönlichen Backup: einem Prototyp von Bulova.

Warum die Bulova Lunar Pilot historisch so bedeutend ist

Die Bulova Lunar Pilot ist aus drei Gründen ein technisches und historisches Phänomen:

  1. Die einzige private Uhr auf dem Mond: Während alle Omega-Modelle Eigentum der US-Regierung (NASA) waren, war die Bulova von David Scott sein Privateigentum. Das führte dazu, dass seine Original-Uhr im Jahr 2015 für die astronomische Summe von 1,62 Millionen US-Dollar versteigert wurde.
  2. Präzision unter Extrembedingungen: Die Uhr musste Vakuum, extreme Temperaturschwankungen und die heftigen Vibrationen der Mondlandefähre überstehen. Dass ein Prototyp diese Leistung ohne Fehl und Tadel erbrachte, festigte Bulovas Ruf in der Luft- und Raumfahrt.
  3. Die Rettung der Mission: Ohne eine funktionierende Uhr hätte der dritte Außeneinsatz, bei dem Scott und James Irwin wichtige geologische Proben sammelten, unter erschwerten Bedingungen stattgefunden. Die Bulova füllte diese Lücke perfekt aus.

Das moderne Erbe: Die Bulova Lunar Pilot heute

Bulova hat dieses Erbe mit der Archive Series wiederbelebt. Die heutigen Modelle sind keine bloßen Kopien, sondern technisch hochmoderne Interpretationen des Originals.

Die Highlights der aktuellen Kollektion:

  • High Precision Quartz (HPQ): Im Inneren schlägt ein Werk mit einer Frequenz von 262 kHz. Das ist achtmal schneller als ein Standard-Quarzwerk und sorgt für eine Abweichung von nur wenigen Sekunden pro Jahr.
  • Design-Treue: Die charakteristischen, länglichen Drücker sind so gestaltet, dass sie auch mit dicken Handschuhen (wie denen eines Raumanzugs) bedienbar wären.
  • Größen-Update: Neben der klassischen 45mm-Version gibt es mittlerweile auch eine 43,5mm-Variante (wie das Original von 1971) und brandneue limitierte Editionen wie die „Black Hole“ in 41mm.

Fun Fact: Lange Zeit durfte Bulova den Begriff „Moon Watch“ aufgrund von Markenrechten nicht so offensiv nutzen wie die Konkurrenz aus der Schweiz. Doch die Geschichte lügt nicht: Die Lunar Pilot hat ihren Platz im Regolith des Mondes redlich verdient.


Fazit: Mehr als nur eine Alternative

Die Bulova Lunar Pilot ist nicht einfach die „günstige Alternative“ zur Speedmaster. Sie ist eine Uhr mit einer eigenen, echten Heldenstory. Wer ein Stück Weltraumgeschichte am Handgelenk tragen möchte, das nicht jeder Zweite besitzt, kommt an der Lunar Pilot nicht vorbei.


Tags: Bulova, Lunar Pilot, Apollo 15, David Scott, Mond-Uhr, Uhrengeschichte, Chronograph

Quarz-Uhren:

das Quarz-Paradoxon: Warum High-Tech-Kaliber jede Sammlung bereichern

In der Welt der Uhrensammler gilt oft ein ungeschriebenes Gesetz: Mechanik ist die Seele, Quarz ist nur ein Werkzeug. Doch wer seine Sammlung rein auf mechanische Kaliber beschränkt, verpasst einige der faszinierendsten technologischen Errungenschaften der Uhrengeschichte.

Es gibt Uhren, die bieten eine Präzision und Funktionalität, von denen eine mechanische Uhr – egal in welcher Preisklasse – nur träumen kann. Hier meine fünf Gründe (und fünf ikonische Beispiele), warum Quarz in jede gut sortierte Box gehört.


1. Absolute Autonomie: Die Seiko Astron GPS Solar

Die Seiko Astron ist das Flaggschiff der Unabhängigkeit. Während eine mechanische Uhr nach zwei Tagen im Tresor stehen bleibt, verbindet sich die Astron per GPS mit Satelliten im All.

  • Der Mehrwert: Sie erkennt die Zeitzone vollautomatisch und passt die Uhrzeit auf die Millisekunde genau an – betrieben rein durch Licht. Es ist das Gefühl, ein Stück Weltraumtechnologie am Handgelenk zu tragen.

2. Historie und High-Frequency: Die Bulova Lunar Pilot

Wer sagt, dass Quarz keine Geschichte hat? Die Bulova Lunar Pilot basiert auf dem Prototypen, der während der Apollo-15-Mission auf dem Mond war.

  • Das Besondere: Ihr High-Performance-Quarzwerk schwingt mit 262 kHz. Das ist achtmal höher als bei Standard-Quarzuhren. Das Ergebnis? Ein schleichender Sekundenzeiger beim Chronographen und eine Gangabweichung von nur wenigen Sekunden – pro Jahr.

3. Das Tool-Watch-Maximum: Citizen Promaster Skyhawk & Seiko Flightmaster

Manchmal muss eine Uhr mehr sein als nur ein Zeitmesser. Die Citizen Skyhawk (Radio-Controlled/Solar) und die Seiko Flightmaster sind die ultimativen „Survival-Tools“.

  • Citizen Skyhawk: Durch Funkempfang weltweit immer präzise und dank Eco-Drive nie auf einen Batteriewechsel angewiesen.
  • Seiko Flightmaster: Ein Rechenschieber am Handgelenk. Sie verkörpert den Charme analoger Navigationstools, kombiniert mit der Zuverlässigkeit eines Solarantriebs.

4. Schweizer Präzision ohne Allüren: Certina DS Fury

Die Certina DS Fury beweist, dass Quarz auch elegant und robust zugleich sein kann. Das „Double Security“ (DS) Konzept sorgt für extreme Widerstandsfähigkeit.

  • Warum sie glänzt: Sie ist die perfekte „Grab-and-Go“-Uhr. Sie sieht edel aus, ist extrem flach und immer einsatzbereit, wenn es schnell gehen muss, ohne dass man erst Krone ziehen und Zeit stellen muss.

Warum also Quarz?

Eine Uhr muss nicht ticken, um Herzschlag zu haben. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  1. Präzision: Wir sprechen von Abweichungen im Sekundenbereich pro Jahr, nicht pro Tag.
  2. Bereitschaft: Keine Uhrenbeweger, kein Kurbeln. Anlegen und losgehen.
  3. Innovation: Solar-Ladekapazitäten, Funk- und GPS-Synchronisation sind Wunderwerke der modernen Ingenieurskunst.

Fazit

Uhren wie die Seiko Astron oder die Bulova Lunar Pilot sind keine Kompromisse – sie sind Statements. Sie ergänzen die mechanischen Schätze in der Sammlung um eine Ebene technischer Perfektion, die absolut faszinierend ist.

Vintage Watches

Zeitreise am Handgelenk: Warum Vintage-Watches mehr als nur alte Uhren sind

In einer Welt, die sich immer schneller dreht und in der wir von kurzlebiger Technik umgeben sind, wirkt eine mechanische Armbanduhr fast wie ein Anachronismus. Doch genau hier liegt der Reiz. Besonders die Kategorie der Vintage-Watches erlebt einen Boom, der weit über bloße Nostalgie hinausgeht.

Doch was macht die Faszination wirklich aus? Und warum lohnt sich der Blick in die Vergangenheit auch dann, wenn man kein Millionen-Budget hat?

1. Jede Uhr erzählt eine Geschichte

Im Gegensatz zu einem Neuwagen oder dem neuesten Smartphone hat eine Vintage-Uhr bereits ein „Leben“ hinter sich. Die Patina auf dem Zifferblatt, kleine Kratzer im Gehäuse oder das vergilbte Tritium der Leuchtmasse sind keine Mängel – sie sind der Charakter der Uhr. Man trägt ein Stück Designgeschichte, das oft Jahrzehnte überdauert hat.

2. Mechanik zum Anfassen

Vintage-Uhren stammen aus einer Ära, in der Uhrmacherei noch echtes Handwerk ohne computergesteuerte Massenfertigung war. Das leise Ticken eines mechanischen Werks und das Gefühl, eine Feder durch das Drehen der Krone aufzuziehen, schafft eine haptische Verbindung, die eine Smartwatch niemals bieten kann. Es ist die Wertschätzung für Ingenieurskunst, die ohne Batterien und Software-Updates auskommt.

3. Es muss nicht immer die „Crown“ sein

Oft wird das Thema Vintage sofort mit astronomischen Preisen bei Auktionen in Verbindung gebracht. Doch die Kategorie ist weitaus diverser:

  • Einstiegsklassiker: Marken wie Seiko, Tissot oder Certina boten in den 60er und 70er Jahren eine Qualität an, die heute oft ein Vielfaches kosten würde.
  • Unentdeckte Schätze: Viele kleinere, mittlerweile erloschene Schweizer Marken („Skin Diver“ oder elegante Dresswatches) sind auf dem Gebrauchtmarkt für dreistellige Beträge zu finden.
  • Individueller Stil: Während man moderne Luxusuhren an fast jeder Ecke sieht, ist eine gut gewählte Vintage-Uhr oft ein Unikat im Raum. Sie unterstreicht den persönlichen Stil, ohne laut nach Aufmerksamkeit zu schreien.

Fazit: Nachhaltigkeit und Wertigkeit

Vintage-Uhren zu sammeln ist auch eine Form von Nachhaltigkeit. Anstatt Neues zu konsumieren, bewahrt man Bestehendes. Der Wert dieser Uhren liegt oft nicht in der Renditeerwartung, sondern in der täglichen Freude am Tragen.

Wer dieser Kategorie Beachtung schenkt, findet oft mehr als nur ein Instrument zur Zeitmessung – er findet ein Stück Beständigkeit in einer flüchtigen Zeit.