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  • The AI Advantage – KI-Tutorials, die man wirklich nutzen kann

    Nach Future Tools stelle ich heute eine weitere Anlaufstelle vor, die mir hilft, beim Thema KI nicht den Anschluss zu verlieren: den YouTube-Kanal The AI Advantage. Während Future Tools vor allem sortiert und auflistet, zeigt dieser Kanal Schritt für Schritt, wie man die Werkzeuge tatsächlich einsetzt.

    Worum geht es auf dem Kanal?

    Der Kanal beschreibt sich selbst als Ort für praktische KI-Tutorials und wöchentliche Updates, die man auch wirklich verwenden kann. Das trifft es ziemlich gut. Es gibt zwei Arten von Videos: Anleitungen zu konkreten Werkzeugen wie ChatGPT und anderen Chat-Assistenten, Bildgeneratoren wie Midjourney oder Produktivitätshelfern, und dazu regelmäßige Überblicke über die KI-Neuigkeiten der Woche.

    Die Zielgruppe sind laut einer Kanalbeschreibung von Automation Atlas nicht Programmierer, sondern ganz normale Wissensarbeiter und Interessierte, die KI direkt im Alltag einsetzen wollen. Technische Tiefe gibt es also wenig, dafür viel „so geht’s“. Wer eine Funktion ausprobieren will, bekommt meist genau den Weg gezeigt, den man selbst klicken würde.

    Der Kopf dahinter: Igor Pogany

    Gegründet hat den Kanal Igor Pogany. Nach eigener Darstellung entstand The AI Advantage am selben Tag, an dem ChatGPT veröffentlicht wurde, also Ende 2022. Der Einstieg zum richtigen Zeitpunkt hat sich ausgezahlt: Ein Porträt auf der Website der dänischen Konferenz AI Day nennt sein Midjourney-Tutorial das meistgesehene zu diesem Werkzeug und sein ChatGPT-Tutorial das weltweit zweitmeistgesehene. Dort ist auch zu lesen, dass er mit Microsoft an einer Lernreihe zum Prompting gearbeitet hat und bei Google über das Bauen eigener GPTs gesprochen hat.

    Eine nette Verbindung nach Österreich: Laut einem auf seinem Lebenslauf basierenden Profil hat Pogany an der MODUL University in Wien International Business studiert und spricht unter anderem Deutsch. Außerdem hat er das Buch „The Ultimate ChatGPT Prompt Book“ geschrieben.

    Vom Einzelkanal zum Unternehmen

    Inzwischen ist aus dem Kanal deutlich mehr geworden. Pogany hat sein Unternehmen AI Advantage samt YouTube-Kanal und Community an die US-Unternehmer Tony Robbins und Dean Graziosi verkauft. Laut Coruzant hatte der Kanal zu diesem Zeitpunkt rund 401.000 Abonnenten. Pogany ist als Partner und Leiter des Bildungsbereichs geblieben und betreibt den Kanal weiterhin.

    Rund um den Kanal gibt es seither ein ganzes Angebot: einen kostenlosen Online-Gipfel, den AI Advantage Summit, der zuletzt im April 2026 stattfand, ein mehrwöchiges Bootcamp sowie eine Mitgliedschaft namens AI Advantage Club. Diese kostet laut Hilfeseite des Anbieters 37 US-Dollar im Monat, der erste Probemonat kostet 1 US-Dollar. Daneben existiert eine kostenlose Community auf der Plattform Skool.

    Meine Einschätzung

    Die Videos selbst sind kostenlos und für sich allein nützlich. Man sollte aber wissen, dass der Kanal heute auch Teil eines Vertriebsmodells ist, das zu Summits, Bootcamps und Abos führt. Die Bewertungen dazu fallen gemischt aus: Auf Trustpilot steht AI Advantage bei 4,0 von 5 Sternen aus 48 Bewertungen, darunter neben viel Lob auch Kritik an der Vermarktung. Wer nur lernen will, braucht die Bezahlangebote nicht.

    Wie bei Future Tools gilt: Alles ist auf Englisch. Wer damit kein Problem hat, bekommt einen gut strukturierten, anwendernahen Zugang zu den aktuellen KI-Werkzeugen, ohne sich durch Fachchinesisch kämpfen zu müssen.

    Links zu The AI Advantage

    YouTube-Kanal: The AI Advantage (@aiadvantage)

    Igor Pogany: X · LinkedIn

  • Futuretools.io

    Wer sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigt, kennt das Problem: Jede Woche tauchen Dutzende neue KI-Werkzeuge auf, und kaum jemand hat die Zeit, sie alle auszuprobieren. Eine Seite, die mir beim Sortieren hilft, ist Future Tools.

    Worum geht es auf Future Tools?

    Future Tools ist eine englischsprachige Anlaufstelle rund um KI mit mehreren Standbeinen. Da ist zunächst eine große Datenbank mit KI-Werkzeugen, sortiert nach Kategorien wie Texterstellung, Bild- und Videogenerierung, Programmierung, Sprachausgabe oder Automatisierung. Besonders praktisch finde ich die Top-20-Liste, die es in zwei Varianten gibt: einmal nach den Stimmen der Besucher der letzten 30 Tage, einmal als persönliche Auswahl des Betreibers. Wer wissen will, was neu dazugekommen ist, schaut in die Rubrik Newly Added.

    Dazu kommt ein laufend aktualisierter Nachrichtenbereich, in dem die wichtigsten KI-Meldungen des Tages kurz zusammengefasst und mit der Originalquelle verlinkt werden. Ergänzt wird das durch Kommentare, Interviews mit Branchengrößen, ein Glossar für die vielen Fachbegriffe und einen kostenlosen Newsletter, der zweimal pro Woche erscheint und laut eigener Angabe von über 250.000 Menschen gelesen wird.

    Sympathisch ist der Anspruch dahinter: Nicht alles auflisten, was es gibt, sondern herausfiltern, was sich wirklich lohnt. Laut der About-Seite schreibt zwar KI dort Zusammenfassungen, die Auswahl trifft aber ein Mensch. Gesponserte Inhalte werden gekennzeichnet, und Affiliate-Links sollen keinen Einfluss auf die Rankings haben.

    Der Kopf dahinter: Matt Wolfe

    Hinter Future Tools steht Matt Wolfe, ein Amerikaner aus San Diego, der sich selbst als YouTuber, Unternehmer und Investor bezeichnet. Die Seite begann Ende 2022 ganz unspektakulär als seine private Tabelle, in der er die KI-Werkzeuge festhielt, die er ausprobiert hatte. Aus der Tabelle wurde eine Website, und aus der Website eine der meistbesuchten KI-Tool-Datenbanken im Netz.

    Was mir als WordPress-Nutzer besonders gefällt: Matts Wurzeln liegen genau hier. Er kommt aus dem Webdesign und der WordPress-Entwicklung. Er betrieb „The WordPress Classroom“, das später in „Learn To Blog“ umbenannt wurde, und schrieb 2012 das Buch „WordPress Revealed“, eine Einführung in Aufbau, Besucherzahlen und Monetarisierung einer WordPress-Seite. Danach arbeitete er viele Jahre im Online-Marketing, war Mitgründer von Evergreen Profits und moderierte gemeinsam mit Joe Fier den Business-Podcast „The Hustle & Flowchart“ mit über 300 Folgen.

    Heute dreht sich bei ihm fast alles um KI. Auf seinem YouTube-Kanal erklärt er jede Woche die wichtigsten Neuigkeiten und testet neue Werkzeuge, der Kanal nähert sich inzwischen der Marke von einer Million Abonnenten. Außerdem moderiert er den Podcast „The Next Wave“, interviewt Chefs von Microsoft, Google DeepMind, Qualcomm oder Cisco und tritt als Sprecher auf Konferenzen wie der CES auf. Als Investor ist er nach eigenen Angaben unter anderem an Canva, Replit und Leonardo.ai beteiligt.

    Was ihn von vielen anderen KI-Kanälen unterscheidet: Er ist kein Forscher oder Entwickler, sondern jemand, der die Werkzeuge aus Anwendersicht betrachtet. Die Frage ist bei ihm immer, ob man damit im Alltag tatsächlich etwas anfangen kann.

    Links zu Matt und Future Tools

    Webseiten: FutureTools.io · MattWolfe.com

    Video und Podcast: YouTube (@mreflow) · The Next Wave Podcast

    Social Media: X · Instagram · Threads · LinkedIn · TikTok · Facebook

    Mein Fazit: Wer beim Thema KI den Überblick behalten will, ohne den ganzen Tag Nachrichten zu lesen, ist bei Future Tools gut aufgehoben. Einziger Haken für manche: Alles ist auf Englisch.

  • Rückfahrkamera nachrüsten – Heckklappen-Kabelführung

    Grundsätzlich lässt sich mit den großen Seitenspiegeln vom Bus super einfach damit Rückwärtsfahren. Meiner hat den einfachen Parkpilot-hinten in der Serienausstattung, und damit weiß man auch akustisch, wie weit man rückwärts fahren kann. Beim Ankuppeln vom Hänger reichen diese Informationen nicht aus, um die AHK punktgenau unter den Kupplungskopf zu positionieren. Ist der Anhänger unbeladen, ist das auch kein Problem, muss man aber einen beladenen Hänger ankuppeln, ist man schon auf die Hilfe einer weiteren Person angewiesen. Und dann zeigen sich auch die Unterschiede beim Wahrnehmen von Abständen, kurz, eine Kamera, die diesen Bereich für den Fahrer live überträgt ist bei solchen Manövern Gold wert.

    Verschiedene Kameras und/oder Monitore oder Radios die das Bild darstellen gibt es zuhauf. Wenn man etwas zu verkabeln hat, wird man mit ziemlicher Sicherheit irgendwie von der Heckklappe in den Innenraum ein Kabel zu verlegen haben. Und dann gibt es genau bei der Kabeltülle zwischen Heckklappe und Fahrzeug eine tolle Gelegenheit, stoische Gelassenheit zu üben. Denn mit herkömmlichen Kabel-Einzugsfedern gibt es da kein Durchkommen, man hat den Eindruck, der Hersteller will gar nicht, dass man da weitere Kabel einzieht. Wie oft im Leben, ist der einfachste Lösungsansatz der Beste. Ich habe mir dazu einen ~5mm breiten Rundstahl an einem Ende schön halbkugelig geschliffen und direkt dahinter ein 1,5mm Loch gebohrt, dadurch kann ein dünner Draht geführt werden, an den dann die neu zu verlegenden Kabel befestigt werden können. Voilà, damit lassen sich ohne weitere Probleme alle benötigten Kabel einziehen.

  • Wrist-Time

    Darstellung der Häufigkeit meiner getragenen Uhren

    Beginnend mit 19.04.26, finden sich folgende
    Modelle tageweise an meinem Handgelenk:

    Montblanc 1858 / Seiko Flightmaster/ Seiko Astron/ Seiko Samurai-Ninja/ Seiko Presage / Seiko Alpinist / Certina DS-4 / Eterna Kontiki / Bulova Lunar Pilot / Consul / Omega-x-Swatch / Braun BN0021 / Certina DS-2 / Garmin Fenix7* /Junghans Meister Driver / Certina DS-8 Multi / Certina DS-8 Mondphase / G-Shock GW5610 (Toolwatch fürs Grobe) / Sternglas Naos / Ruhla 1978 /
    *als Sportuhr, und in der eBike-Saison quasi der Standard während der sportlichen Betätigung, nie ganztägig

  • Buddha Quotes

    (C) by Buddha, all images generated with https://gemini.google.com/

  • Jahresausklang in den Ennstaler Alpen: Winterstille und Gipfelblicke

    Das Jahr 2025 hätte für mich keinen passenderen Abschluss finden können als in der verschneiten Stille des Gesäuses. Gemeinsam mit meinem treuen Begleiter Timmy habe ich die letzten beiden Tage des Jahres genutzt, um auf die Oberst-Klinke-Hütte (1.504 m) zu wandern – zwei Tage, die unterschiedlicher nicht hätten sein können und doch beide genau das boten, was ich brauchte.

    30. Dezember: Tiefwinterliche Isolation

    Der erste Tag empfing uns mit einer Kulisse wie aus einem Märchenbuch – oder einem Abenteuerroman. Dichte Schneeflocken verwandelten den Aufstieg in eine fast meditative Erfahrung. Die Welt um uns herum verstummte unter der weißen Decke, und die Klinkehütte wirkte in ihrem dunklen Holzoutfit wie ein sicherer Hafen im Schneegestöber.

    Für Timmy war es purer Spaß, durch den Tiefschnee zu pflügen, während ich die kühle, klare Luft nutzte, um das bewegte Jahr 2025 Revue passieren zu lassen. In der Einfachheit des Gehens ordnen sich die Gedanken fast von selbst.

    31. Dezember: Ein Abschied mit Weitblick

    Am Silvestertag änderte sich die Szenerie. Pünktlich zum Jahresabschluss riss die Wolkendecke auf und gab erste Streifen von Himmelsblau frei. Der Moment, in dem der Admonter Kaibling in seiner vollen Pracht aus dem Nebel auftauchte, war magisch – ein kraftvoller Anblick, der symbolisch für die Klarheit steht, die ich mir für das kommende Jahr wünsche.

    Mein Fazit: Kraft tanken für 2026

    Diese Wanderungen waren mehr als nur Bewegung an der frischen Luft. Sie waren:

    • Rückblick: Ein dankbares Abschließen mit den Höhen und Tiefen der letzten 12 Monate.
    • Fokus: Zeit für das Wesentliche, reduziert auf den nächsten Schritt im Schnee.
    • Energie: Ein tiefes Durchatmen, um mit voller Kraft und Vorfreude in das Jahr 2026 zu starten.

    Und natürlich war eine für diese Aktivitäten passende Uhr am Handgelenk: die Seiko Alpinist:

  • Eterna Kontiki 1958

    Zeitkapsel am Handgelenk: 30 Jahre mit der Eterna KonTiki 1958

    Es gibt Käufe, die man tätigt, und es gibt Entscheidungen, die man für das Leben trifft. Im Jahr 1997, als ich 24 Jahre alt war, stand ich vor dem Schaufenster eines Juweliers und sah sie: eine Eterna KonTiki 1958. Heute, fast drei Jahrzehnte später, ist diese Uhr nicht nur mein am häufigsten getragener Zeitmesser, sondern das älteste Objekt in meinem Besitz, das mich durch mein gesamtes Erwachsenenleben begleitet hat.

    Die historische Genese: Von Peru nach Polynesien

    Um die Bedeutung der KonTiki-Reihe zu verstehen, muss man ins Jahr 1947 zurückblicken. Diese Uhr am Handgelenk trägt ein Erbe in sich, das auf einer der gewagtesten Expeditionen des 20. Jahrhunderts basiert:

    • Die Expedition: Der norwegische Forscher Thor Heyerdahl segelte 1947 auf einem Balsaholz-Floß namens Kon-Tiki von Peru über den Pazifik. Ziel war der Beweis, dass eine Besiedlung Polynesiens aus Südamerika möglich war.
    • Eterna als Ausrüster: Die gesamte Crew war mit Armbanduhren von Eterna ausgestattet. Diese hielten der extremen Feuchtigkeit, dem Salzwasser und den Erschütterungen der 101-tägigen Reise stand – eine technische Meisterleistung für die damalige Zeit.
    • Das Modell 1958: Zur Feier des Erfolgs und der Robustheit lancierte Eterna 1958 die offizielle KonTiki-Linie. Das Modell „1958“ ist eine direkte Hommage an dieses Premierenjahr. Es kombiniert die Robustheit einer Expeditionsuhr mit der Eleganz, die Eterna in den 1950er und 60er Jahren zu einer der innovativsten Manufakturen der Welt machte (unter anderem durch die Erfindung des kugelgelagerten Rotors, den man noch heute im Eterna-Logo – den fünf Punkten – sieht).

    Die Kontext-Analyse: Ein Monatsgehalt für die Ewigkeit

    Um den Wert dieser Anschaffung zu verstehen, muss man den wirtschaftlichen Kontext von 1997 betrachten. Der Kaufpreis belief sich auf 9.990 Österreichische Schilling.

    • Finanzieller Impact: In der damaligen Kaufkraft entsprach dies exakt einem vollen Monatsgehalt. Für einen 24-Jährigen war dies eine signifikante Investition und ein kalkuliertes Risiko, das die Brücke zwischen jugendlichem Impuls und dem Wunsch nach bleibender Qualität schlug.
    • Symbolik: Der Kauf repräsentierte nicht nur den Erwerb eines Gebrauchsgegenstandes, sondern den Eintritt in eine Welt der mechanischen Beständigkeit.

    Zustand und Werterhalt: Eine quantitative Bewertung

    Trotz der beinahe täglichen Nutzung über fast drei Dekaden hinweg zeigt die Uhr eine beeindruckende Resilienz. Eine systematische Bewertung des aktuellen Zustands ergibt folgendes Bild:

    Technische Daten & Maintenance

    KomponenteStatusBemerkung
    SaphirglasMakellosBeweis für die Materialhärte gegen alltägliche Abrasion.
    Gehäuse & BandAuthentische TragespurenPatina aus 28 Jahren Lebensgeschichte.
    ZiffernblattExzellentDas tiefdunkelviolette Finish behält seine faszinierende Tiefe.
    LuminanzErneuertKürzlich professionell neu luminiert (Zeiger).
    Präzision-2 Sek./TagEin Spitzenwert, der viele moderne mechanische Uhren übertrifft.

    Instandhaltung (Lifecycle Management)

    Bisher wurden zwei Revisionen durchgeführt. Diese präventiven Maßnahmen stellten sicher, dass das mechanische Herz der Uhr geschmiert blieb. Die Entscheidung, die Zeiger kürzlich neu mit Leuchtmasse zu versehen, stellt die funktionale Nachtlesbarkeit wieder her, ohne den Vintage-Charakter zu korrumpieren.

    Die Psychologie des Besitzes

    Warum ist gerade diese Uhr geblieben, während z.B.: Autos und Möbel kamen und gingen?

    1. Emotionale Verankerung: Sie markiert den Übergang ins Berufsleben.
    2. Ästhetische Beständigkeit: Das dunkelviolette Ziffernblatt bietet eine optische Komplexität, an der man sich auch nach 30 Jahren nicht sattsehen kann. Das Design der KonTiki ist funktional, aber eben durch Details unverwechselbar.

    Fazit

    Die Eterna KonTiki 1958 ist der lebende Beweis für die „Cost-per-Wear“-Rechnung. Teilt man den Anschaffungspreis durch die Anzahl der Tage in fast 30 Jahren, ergibt sich eine Investition von wenigen Cent pro Tag für ein Objekt, das Zuverlässigkeit und Identität stiftet.

    Szenario-Ausblick: Bei fortgeführter regelmäßiger Wartung ist davon auszugehen, dass die Uhr problemlos weitere 30 Jahre übersteht. Sie ist nicht mehr nur ein Instrument zur Zeitanzeige, sondern ein mechanisches Archiv der eigenen Biografie.

  • How many watches… [Update 12/25]

    Wie ein philosophischer Ansatz aussehen könnte, um die Frage nach der richtigen Anzahl von Uhren zu beantworten:

    Philosophie selbst hilft nicht, eine konkrete Anzahl zu erhalten. Sie kann allerdings helfen, die Kriterien zu verstehen, mit denen man die für einen richtige Anzahl bestimmen kann.
    Die eigentlich zu klärende Frage lautet: welche Werte bestimmen die Entscheidung für den Kauf von Uhren: Funktionalität, Einfachheit, Ästhetik, Freiheit, Identität, Minimalismus, Nutzen?

    Im Detail könnte das wie folgt aussehen:

    1. Existenzialismus: was ist für einen selbst sinnvoll? Aus existenzialistischer Sicht (Sartre, Camus) gibt es keine vorgegebene Anzahl von Uhren. Der Mensch schafft seinen eigenen Sinn. Die relevante Frage ist:
      Welche Bedeutung verbindest du mit einer Uhr?
    • Werkzeug?
    • Schmuck?
    • Symbol von Status oder Identität?

      Die Antwort ergibt sich aus der eigenen Authentizität: genau so viele Uhren, wie deinem selbstgewählten Lebensstil entsprechen.

    Fortsetzung (20.12.25)

    2. Aristotelische Tugendethik: „Die goldene Mitte“

    Aristoteles würde sagen: Die Tugend liegt zwischen Extremen.
    – zu wenig Uhren: Unpraktisch.
    – zu viele Uhren: Verschwendung oder Materialfixierung.

    Die „richtige“ Zahl ist jene, die dein Leben funktional und geordnet hält, ohne in Exzess zu verfallen.
    Tugendethisch: Vielleicht 1-3, abhängig von Kontexten (Alltag, Sport, Formal).

    3. Stoizismus: „Was liegt in deiner Kontrolle?“

    Stoiker wie Epiktet oder Seneca würden fragen, ob die Anzahl an Uhren das Wohlbefinden wirklich beeinflusst. Materielle Dinge sind indifferent.
    Stoische Antwort:
    Du brauchst genau eine Uhr – oder gar keine, wenn du dein Leben auch ohne messen kannst. Alles Weitere ist „nice to have“, aber nicht notwendig.

    4. Utilitarismus: Maximierung des Nutzens

    Ein Utilitarist würde die Gesamtbilanz von Nutzen und Aufwand betrachten:
    – Wie viel Mehrwert bringt jede zusätzliche Uhr?
    – Wie viel Kosten, Platz, Aufmerksamkeit frisst sie?

    Die optimale Zahl ist diejenige, bei der der Grenznutzen einer weiteren Uhr nicht mehr den Aufwand rechtfertigt.

    5. Marxistische Kritik: Konsum, Kapital und Identität

    Aus marxistischer Perspektive könnte man sagen, dass der Impuls, viele Uhren zu besitzen, ein Produkt kapitalistischer Konsumlogik ist.

    Analyse: Brauchst du die Uhren – oder wurdest du dazu gebracht, sie haben zu wollen?

    6. Ästhetische Philosophie: Uhren als Ausdruck von Stil

    Wenn Uhren für dich ästhetische Artefakte sind, kannst du die Frage ähnlich behandeln wie: wie viele Kunstwerke soll man besitzen?

    Die Antwort wird dann ästhetisch:
    So viele, wie dein persönliches Empfinden für Schönheit und Harmonie erfüllt – ohne kitschig zu werden.

    7. Pragmatismus: Was funktioniert im Alltag?

    Pragmatiker wie William James würden fragen:
    Welche Situation führt zu den praktischsten Ergebnissen?
    Wenn eine Uhr dein tägliches Leben verbessert, ist sie nützlich. Wenn fünf Uhren das ebenfalls tun, sind fünf Uhren „richtig“.

    Synthese: die philosophische Meta-Antwort

    Philosophie hilft nicht, eine konkrete Zahl zu erhalten, sie hilft, die Kriterien zu verstehen, mit denen man die für sich selbst richtige Zahl bestimmt.

    Die eigentliche Frage lautet also:
    Welche Werte bestimmen deine Entscheidung – Funktionalität, Einfachheit, Ästhetik, Freiheit, Identität, Minimalismus, Nutzen?

  • The Watch Game

    „The watch game“ ist ein Begriff aus der Uhren-Community und beschreibt das gesamte „Spiel“ rund um das Sammeln, Kaufen, Verkaufen und strategische Besitzen von Uhren.

    Auf reddit habe ich diese wunderbar treffende Beschreibung gefunden, wie es wirklich läuft:

    • Step 1: get money
    • Step 2: acquire watches
    • Step 3: wonder why the hell you picked watches as a hobby
    • Step 4: attempt to solve money problems
    • Step 5: continue buying watches

  • eBike-Pendler-Saison 2025

    Tatsächlich bin ich im Herbst keine Kilometer mehr mit dem Rad in die Firma auf den Tacho gefahren, also ist es Zeit für eine kurze Abrechnung:

    In Summe bin ich mit 51 Fahrten (einmal ein Kettenriss) in Summe 1730km mit dem Rad statt dem Auto in die Firma gefahren, und habe dafür 19,06 kWh Strom in die Akkus getankt, somit sind dafür bei einem angenommenen kWh-Preis von 30 Cent Kosten beim Stromanbieter von €5,72 entstanden. Beim Verbrauch bin ich somit auf 1,1 kWh pro 100km gekommen.

    Persönliches Fazit: ich habe die Fahrten genossen, bis auf ein paar ganz wenige Regenfahrten, und diese nur auf der Heimfahrt, wo es egal ist, war es wettermäßig super. Bis zu 3x pro Woche konnte das Auto zuhause bleiben. Mein Hauptziel, etwas für das Herz-Kreislauf-System zu machen konnte ich erreichen. Ich freue mich auf die Radsaison 2026!