Spring 2023 – Zeit für Individualisierung vom Bus

Die Liste der todos für den Innenraum ist zwar noch ganz laaaang, aber ich habe jetzt große Lust auch etwas für das äußere Erscheinungsbild zu machen.

Derzeit sieht er von außen eigentlich gleich aus, wie ich ihn 2019 gekauft habe und nachdem ich die Scheiben getönt und den Schriftzug aufklebt habe:

der Nasenbär im Spätsommer 2019 auf einem Kurztrip

Fortsetzung folgt…

Vanlife-style

Vanlife setzt sich wohl zusammen aus den Begriffen van & life, auf Deutsch also in etwa das Leben im Bus. Heutzutage wird neben diesem ebenso radikalen wie alternativen Lebensentwurf auch alles bezeichnet, was früher einfach unter den Begriff Camping fiel. Allerdings ohne den angestaubten Vorstellungen an streng parzellierten und von Gartenzwergen bewachten Stellplätzen (die schon bei der Abreise für das nächste Jahr gebucht werden), sondern eher ein hippes Lebensgefühl mit einer gehörigen Brise von Freiheit. Ja, natürlich gibt es die „Vollzeit-Vanlifer“ die verächtlich auf alle blicken, die den Begriff Vanlife nur als temporäres Lebensgefühl in Form eines Urlaubes verstehen wollen. Aber ich denke, dass auch Toleranz einen festen Teil im Vanlife haben sollte, und dass man das alles nicht so eng sehen sollte.

Mir geht es in diesem Bereich eher um „vanlife-style“ – also alles was mich im und rund um meinem Bus glücklich macht 🙂

Daher wird man hier eher nichts finden, was mit dem Umbau zu einem Wohnraum zu tun hat, sondern Verfeinerungen, Einbau von Zubehör, Aufwertungen etc.

Dass das alles höchst subjektiv ist und somit sicherlich nicht jedermanns/frau Geschmack treffen wird ist mir klar, aber es geht dabei um das Thema „ich bau mir in meiner Welt den Bus so wie er MIR gefällt“. Und der Bus bietet viele Möglichkeiten zur Individualisierung 😉

Restauration – Vintage Receiver Onkyo A8015 – Teil 2

Nun habe ich im 1.Teil bereits langatmig über meinen unprofessionellen Kauf des 8015ers berichtet, dieses Mal soll es um die Wiederherstellung einer passablen Erscheinung desselbigen gehen. Auch wenn „man aus einem Uhu keinen Pfau machen kann“, darf man ein paar grundlegende Sachen erwarten, auch wenn der Verstärker auch zukünftig „nur“ im Hobbyraum zur Beschallung dienen wird.

Die Stati werden durch Glüwendel-Lampen signalisiert, die zum überwiegenden Teil alle kaputt gegangen sind:

Jetzt ist es so, dass diese Glühlamperl mit den Haltern fürs Gehäuse verklebt sind, somit ist ein zerstörungsfreies Entfernen des Leuchtmittels nicht möglich. Abgesehen davon, dass ein Umbau ohnehin auf LED angesagt ist, hat der 3D-Drucker nun die Aufgabe ein paar neue Halterungen zu drucken.

Schön finde ich, dass die originalen Überzieher perfekt auch auf die LEDs passen, somit ist es tatsächlich möglich, die originalen Statusfarben wiederherzustellen. Nach ein paar 3D-Drucken und einwenig Lötarbeiten sind dann alle Leuchten ersetzt/erneuert:

Und der Verstärker kann nun endlich wieder seine Funktionen mittels Leucht-Status signalisieren:

Manöverkritik: der Umbau auf LED hat eigentlich Spaß gemacht, die Konstruktion und der 3D-Druck der Halter war ebenfalls eine tolle Verschränkung von verschiedenen Disziplinen. Würde ich so etwas wieder machen? Ja, wenn die technische Basis passt.

Restauration – Vintage Receiver Onkyo A8015 – Teil 1

Onkyo – ein japanischer HiFi-Hersteller, mittlerweile leider insolvent, übt nach wievor eine gewisse Faszination auf mich aus. Dies ist dürfte damit begründet sein, weil ich bereits in jungen Jahren Kontakt mit einer Onkyo HiFi-Anlage haben durfte, ich also quasi audiophil mit Onkyo sozialisiert wurde. Es dauerte dann gut 4 Jahrzehnte, bis ich mir selbst dann den ersten Verstärker von Onkyo gekauft habe. Gebraucht, übers Internet, die Katze im Sack also, oder: genau, wie man es nicht machen sollte, wenn man ungetrübten Genuss mit der neuen audiophilen Beute haben möchte. Man(n) weiß es ja eh besser, aber was hilft es, wenn der willhaben-Faktor dann die linke Gehirnhälfte, u.a. verantwortlich für Logik, Analyse,Detail, paralysiert, und man einem eigentlich zu günstigen Angebot für das Objekt der Begierde den Vorzug gibt. Das Ergebnis schaut dann ziemlich genau so aus:

Onkyo A-8015 [Details davon auf hifi-wiki.de]

Zu meiner Verteidigung: auf den Verkaufsfotos war der verbogene Deckel wirklich nicht zu erkennen! Auch die fehlenden Schrauben links und rechts nicht. Ebensowenig, dass die Frontplatte nicht korrekt saß. Der Verkäufer hatte in der Nachbesprechung der Transaktion natürlich keine Vorstellung davon, wie so etwas passieren konnte, daher teilte er mir stringent mit, er „frickele“ ja grundsätzlich nicht an seinen Geräten, somit kann er nicht der Schuldige sein. Dass die Beleuchtung bis auf eine Input-Quelle nicht funktonierte und der Ein/Ausschaltknopf nicht einrastete, hatte er mir im Vorfeld nicht verraten, das durfte ich selbst herausfinden. Wenn aber man das vorhin Genannte hinnimmt, hätte man ja immerhin ein Gerät, das ganz grundsätzlich gesehen funktioniert.

Und genau hier sollte in der normalen Welt eigentlich Schluss sein, und der Verkauf rückgängig gemacht werden. Würde sich nicht zum mittlerweile immer mehr verblassenden willhaben-Faktor nun auch der starke Wunsch einer Restauration gesellen. Weil, verstärken tut er, der 8015er, und die Schallwandler im Hobbyraum kann er auch ziemlich gut bespielen, und letztendlich kommt dann bei letzteren ein ziemlich guter Sound raus. Dass er mangels funktionierender Statusleuchten eher wenig auskunftsfreudig über seinen aktuellen Betriebszustand, bzw. -seiner eingestellte Funktion ist, und der Hauptschalter lediglich mit einem origamigleich gefalteten Papier in der gewünschten Position bleibt, steht auf einem anderen Blatt (-Origamipapier).

Läuf… ja eh

[…] Fortsetzung folgt, versprochen, ziemlich sicher. Im Ernst!

Sunbeams

Bei meinen morgendlichen Waldspaziergängen mit dem Hund gibt es immer wieder schöne Lichtsituationen zu entdecken…

Karabiner-Garderobe im Kofferraum

Sicherlich jeder kennt die kleinen Karabiner, die man als Giveaways von verschiedenen Firmen erhält. Großartigen Nutzen habe ich für mich bislang noch nicht erkennen können, fürs Klettern scheiden sie aus verständlichen Gründen aus, und andere Sachen, die man irgendwo an- oder hinhängen kann, bringen selbst Karabiner mit. Fürs Wegwerfen zu schade, also sammeln sie sich mit der Zeit in diversen Krimskramsschubläden.

Nachdem ich in meinem Bus im Kofferraum nichts zum Hängen hatte, beschloss ich mit diesen Karabinern ein kleine „Garderobe“ zu basteln. Ein passendes Zirbenholzstück war schnell gefunden, und in 2 der werkseitigen Öffnungen passende Nietmuttern eingesetzt.

In die spitzeren Kurven der Karabiner habe ich von oben für passende Schrauben Löcher gebohrt, und diese Schrauben dann mit Sicherungsmuttern auf der Oberseite des Holzes (versenkt) verbunden. Und voi-là eine simple DIY Bastellösung gibt ein paar bisher unterbeschäftigten Karabinern eine neue Aufgabe und mir die Möglichkeit im Kofferraum etwas aufzuhängen:

Der einsame alte Baum …

ist der Hauptdarsteller meiner in Arbeit befindlichen Serie „the old-dead-tree„.

Bereits im letzten Jahr trug dieser knorrige alte Baum keine Blätter, geschweige denn Früchte. Täglich komme ich an ihm vorbei, und täglich trotzt er dem Wetter, ob Hitze oder Kälte, noch streckt er sich in Richtung Himmel.

Nun ist er gefallen – Februar 2023:

2 Jahre nach dem ersten Foto ganz oben fiel der Baum in einem stürmischen Spätwinter-Sturm. Mittlerweile ist dieser Windwurf aufgearbeitet, wenn jetzt im Frühjahr die Natur auszutreiben beginnt, wird in Kürze nichts mehr von seinem jahrzehntelangen Standort zu sehen sein.