How many watches… [Update 12/25]

Wie ein philosophischer Ansatz aussehen könnte, um die Frage nach der richtigen Anzahl von Uhren zu beantworten:

Philosophie selbst hilft nicht, eine konkrete Anzahl zu erhalten. Sie kann allerdings helfen, die Kriterien zu verstehen, mit denen man die für einen richtige Anzahl bestimmen kann.
Die eigentlich zu klärende Frage lautet: welche Werte bestimmen die Entscheidung für den Kauf von Uhren: Funktionalität, Einfachheit, Ästhetik, Freiheit, Identität, Minimalismus, Nutzen?

Im Detail könnte das wie folgt aussehen:

  1. Existenzialismus: was ist für einen selbst sinnvoll? Aus existenzialistischer Sicht (Satre, Camus) gibt es keine vorgegebene Anzahl von Uhren. Der Mensch schafft seinen eigenen Sinn. Die relevante Frage ist:
    Welche Bedeutung verbindest du mit einer Uhr?
  • Werkzeug?
  • Schmuck?
  • Symbol von Status oder Identität?

    Die Antwort ergibt sich aus der eigenen Authentizität: genau so viele Uhren, wie deinem selbstgewählten Lebensstil entsprechen.

Fortsetzung (20.12.25)

2. Aristotelische Tugendethik: „Die goldene Mitte“

Aristoteles würde sagen: Die Tugend liegt zwischen Extremen.
– zu wenig Uhren: Unpraktisch.
– zu viele Uhren: Verschwendung oder Materialfixierung.

Die „richtige“ Zahl ist jene, die dein Leben funktional und geordnet hält, ohne in Exzess zu verfallen.
Tugendethisch: Vielleicht 1-3, abhängig von Kontexten (Alltag, Sport, Formal).

3. Stoizismus: „Was liegt in deiner Kontrolle?“

Stoiker wie Epiktet oder Seneca würden fragen, ob die Anzahl an Uhren das Wohlbefinden wirklich beeinflusst. Materielle Dinge sind indifferent.
Stoische Antwort:
Du brauchst genau eine Uhr – oder gar keine, wenn du dein Leben auch ohne messen kannst. Alles Weitere ist „nice to have“, aber nicht notwendig.

4. Utilitarismus: Maximierung des Nutzens

Ein Utilitarist würde die Gesamtbilanz von Nutzen und Aufwand betrachten:
– Wie viel Mehrwert bringt jede zusätzliche Uhr?
– Wie viel Kosten, Platz, Aufmerksamkeit frisst sie?

Die optimale Zahl ist diejenige, bei der der Grenznutzen einer weiteren Uhr nicht mehr den Aufwand rechtfertigt.

5. Marxistische Kritik: Konsum, Kapital und Identität

Aus marxistischer Perspektive könnte man sagen, dass der Impuls, viele Uhren zu besitzen, ein Produkt kapitalistischer Konsumlogik ist.

Analyse: Brauchst du die Uhren – oder wurdest du dazu gebracht, sie haben zu wollen?

6. Ästhetische Philosophie: Uhren als Ausdruck von Stil

Wenn Uhren für dich ästhetische Artefakte sind, kannst du die Frage ähnlich behandeln wie: wie viele Kunstwerke soll man besitzen?

Die Antwort wird dann ästhetisch:
So viele, wie dein persönliches Empfinden für Schönheit und Harmonie erfüllt – ohne kitschig zu werden.

7. Pragmatismus: Was funktioniert im Alltag?

Pragmatiker wie William James würden fragen:
Welche Situation führt zu den praktischsten Ergebnissen?
Wenn eine Uhr dein tägliches Leben verbessert, ist sie nützlich. Wenn fünf Uhren das ebenfalls tun, sind fünf Uhren „richtig“.

Synthese: die philosophische Meta-Antwort

Philosophie hilft nicht, eine konkrete Zahl zu erhalten, sie hilft, die Kriterien zu verstehen, mit denen man die für sich selbst richtige Zahl bestimmt.

Die eigentliche Frage lautet also:
Welche Werte bestimmen deine Entscheidung – Funktionalität, Einfachheit, Ästhetik, Freiheit, Identität, Minimalismus, Nutzen?

The Watch Game

„The watch game“ ist ein Begriff aus der Uhren-Community und beschreibt das gesamte „Spiel“ rund um das Sammeln, Kaufen, Verkaufen und strategische Besitzen von Uhren.

Auf reddit habe ich diese wunderbar treffende Beschreibung gefunden, wie es wirklich läuft:

  • Step 1: get money
  • Step 2: acquire watches
  • Step 3: wonder why the hell you picked watches as a hobby
  • Step 4: attempt to solve money problems
  • Step 5: continue buying watches

eBike-Pendler-Saison 2025

Tatsächlich bin ich im Herbst keine Kilometer mehr mit dem Rad in die Firma auf den Tacho gefahren, also ist es Zeit für eine kurze Abrechnung:

In Summe bin ich mit 51 Fahrten (einmal ein Kettenriss) in Summe 1730km mit dem Rad statt dem Auto in die Firma gefahren, und habe dafür 19,06 kWh Strom in die Akkus getankt, somit sind dafür bei einem angenommen kW-Preis von 30 Cent Kosten beim Stromanbieter von €5,72 entstanden. Beim Verbrauch bin ich somit ich auf 1,1 kWh pro 100km angekommen.

Persönliches Fazit: ich habe die Fahrten genossen, bis auf ein paar ganz wenige Regenfahrten, und diese nur auf der Heimfahrt, wo es egal ist, war es wettermäßig super. Bis zu 3x pro Woche konnte das Auto zuhause bleiben. Mein Hauptziel, etwas für das Herz-Kreislauf-System zu machen konnte ich erreichen. Ich freue mich auf die Radsaison 2026!